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Ancient Origins

Fünf legendäre verlorene Städte, die nie gefunden wurden

Die Geschichte von Atlantis ist eine der berühmtesten und ältesten Geschichten einer verlorenen Stadt, die angeblich vom Meer verschlungen und für immer verloren wurde. Doch die Geschichte von Atlantis ist nicht einzigartig, da andere Kulturen ähnliche Legenden von Landmassen und Städten haben, die unter den Wellen verschwanden, unter Wüstensand verloren gingen oder unter Jahrhunderten von Vegetation begraben wurden. Von der antiken Heimat der Azteken bis zu Dschungelstädten mit Gold und Reichtum untersuchen wir fünf legendäre verlorene Städte, die nie gefunden wurden.

Percy Fawcett und die verlorene Stadt Z

Seit die Europäer erstmals in der Neuen Welt ankamen, gibt es Geschichten von einer legendären Dschungelstadt aus Gold, die manchmal auch als El Dorado bezeichnet wird.  Der spanische Eroberer Francisco de Orellana war der Erste, der sich auf der Suche nach dieser sagenumwobenen Stadt am Rio Negro entlang wagte.  Im Jahr 1925, im Alter von 58 Jahren, ging der Entdecker Percy Fawcett in den brasilianischen Dschungel, um eine geheimnisvolle verlorene Stadt namens ‘Z’ zu finden.  Er und sein Team verschwanden spurlos und die Geschichte wurde zu einer der größten Nachrichten seiner Zeit. Trotz zahlloser Rettungseinsätze wurde Fawcett nie gefunden. 

1906 lud die Royal Geographical Society, eine britische Organisation, die wissenschaftliche Expeditionen fördert, Fawcett ein, einen Teil der Grenze zwischen Brasilien und Bolivien zu erkunden. Er verbrachte 18 Monate in der Mato Grosso Gegend und es war während seiner verschiedenen Expeditionen, dass Fawcett von der Idee der verlorenen Zivilisationen in dieser Gegend besessen wurde. 1920 stieß Fawcett auf ein Dokument in der Nationalbibliothek von Rio De Janeiro namens Manuskript 512.  Es wurde 1753 von einem portugiesischen Entdecker geschrieben, der behauptete, eine ummauerte Stadt tief in der Mato Grosso Region des Amazonas-Regenwaldes gefunden zu haben, die an das alte Griechenland erinnerte. Das Manuskript beschrieb eine verlorene, silberbeladene Stadt mit mehrstöckigen Gebäuden, steil ansteigenden Steinbögen, breiten Straßen, die hinunter zu einem See führten, auf dem der Entdecker zwei weiße Indianer in einem Kanu gesehen hatte. Fawcett nannte dies die verlorene Stadt Z.

1921 begann Fawcett die erste von vielen Expeditionen, um die verlorene Stadt Z zu finden, aber sein Team wurde häufig von den Gefahren des Dschungels - gefährlichen Tieren und grassierenden Krankheiten - heimgesucht. Percys letzte Suche nach Z gipfelte in seinem völligen Verschwinden. Im April 1925 versuchte er ein letztes Mal, Z zu finden, diesmal besser ausgestattet und besser finanziert durch Zeitungen und Gesellschaften, darunter die Royal Geographic Society und die Rockefellers. In seinem letzten Brief nach Hause, der über ein Teammitglied zurückgeschickt wurde, schickte Fawcett eine Nachricht an seine Frau Nina und verkündete: ‘Wir hoffen, in ein paar Tagen durch diese Region zu kommen ... Du brauchst keine Angst haben, dass wir versagen.’ Es war das Letzte, was jemals von ihnen gehört wurde.

Während Fawcetts verlorene Stadt Z nie gefunden wurde, wurden in den letzten Jahren zahlreiche antike Städte und Überreste religiöser Stätten in den Dschungeln von Guatemala, Brasilien, Bolivien und Honduras entdeckt. Mit dem Aufkommen der neuen Scan-Technologie ist es möglich, dass die geheimnisvolle Stadt, die die Legenden von Z ins Leben rief, eines Tages tatsächlich gefunden werden kann.

Die verlorene Stadt Aztlan - Legendäre Heimat der Azteken

Die Azteken in Mexiko schufen eines der mächtigsten Imperien des alten Amerika. Während viel über ihr Reich bekannt ist, das sich dort befindet, wo das heutige Mexiko-Stadt liegt, ist weniger über den Beginn der aztekischen Kultur bekannt. Viele betrachten die fehlende Insel Aztlan als die alte Heimat, in der sich die Azteken vor ihrer Migration ins Tal von Mexiko zu einer Zivilisation entwickelten. Manche glauben, es sei ein mythisches Land, ähnlich wie Atlantis oder Camelot, das durch Legenden weiterlebt, aber niemals in der physischen Welt gefunden werden kann. Andere glauben, dass es ein wahrer, physischer Ort ist, der eines Tages identifiziert werden kann. Die Suche nach dem Land Aztlan erstreckte sich von Westmexiko bis zu den Wüsten von Utah, in der Hoffnung, die legendäre Insel zu finden. Diese Suche war jedoch erfolglos, da der Standort - und die Existenz - von Aztlan weiterhin ein Geheimnis bleiben.

Die Zivilisation bei Aztlan stammt aus einer Legende. Der Legende nach gab es sieben Stämme, die einst in Chicomoztoc lebten – ‘der Ort der sieben Höhlen’. Diese Stämme repräsentierten die sieben Nahua-Gruppen: Acolhua, Chalca, Mexica, Tepaneca, Tlahuica, Tlaxcalan und Xochimilca (verschiedene Quellen liefern Variationen der Namen der sieben Gruppen). Die sieben Gruppen, die von ähnlichen linguistischen Gruppen abstammen, verließen ihre jeweiligen Höhlen und siedelten sich als eine Gruppe in der Nähe von Aztlan an.

Das Wort Aztlan bedeutet ‘das Land im Norden; das Land, aus dem wir, die Azteken, kamen.’ Es wird gesagt, dass die Leute, die Aztlan bewohnten, schließlich als Azteken bekannt wurden, die dann von Aztlan ins Tal von Mexiko wanderten. Die aztekische Migration von Aztlan nach Tenochtitlán ist ein sehr wichtiger Teil der aztekischen Geschichte. Sie begann am 24. Mai 1064, dem ersten aztekischen Sonnenjahr.

Bis heute ist die tatsächliche Existenz einer Insel namens Aztlan nicht bestätigt worden. Viele haben nach dem Land gesucht, in der Hoffnung, ein besseres Verständnis der Herkunft der Azteken zu erlangen und vielleicht ein besseres Verständnis der alten mexikanischen Geschichte. Wie andere verlorene Städte ist jedoch nicht klar, ob Aztlan jemals gefunden werden wird.

Das verlorene Land von Lyonesse - Legendäre Stadt am Meeresgrund

Lyonesse ist die Heimat von Tristan, aus der legendären Geschichte von Tristan und Isolde. Das mythische Land Lyonesse wird heute als das „verlorene Land Lyonesse“ bezeichnet, das schließlich im Meer versunken sein soll. Die legendäre Geschichte von Tristan und Isolde zeigt jedoch, dass Lyonesse für mehr als das Versinken im Ozean bekannt ist und dass es eine legendäre Präsenz hatte, während es noch oberhalb des Meeresspiegels lag. Während Lyonesse hauptsächlich in Legenden und Mythen erwähnt wird, gibt es eine gewisse Überzeugung, dass sie eine sehr reale Stadt darstellt, die vor vielen Jahren im Meer versank. Mit einem so legendären Ort kann es schwierig sein zu erkennen, wo die Legende endet und die Realität beginnt.

Es gibt einige Variationen in den Legenden, die den Untergang des Landes umgeben. Vor seinem Untergang wäre Lyonesse ziemlich groß gewesen, mit 140 Dörfern und Kirchen.

Lyonesse soll am 11. November 1099 verschwunden sein (obwohl einige Märchen das Jahr 1089 angeben und einige aus dem 6. Jahrhundert stammen). Plötzlich wurde das Land vom Meer überflutet. Ganze Dörfer wurden verschluckt, und die Menschen und Tiere der Gegend ertranken. Sobald es mit Wasser bedeckt war, tauchte das Land nie wieder auf. Während die Geschichten König Arthurs legendär sind, gibt es einige, die glauben, dass Lyonesse einmal ein sehr realer Ort auf den Scilly-Inseln in Cornwall, England war. Es gibt Beweise dafür, dass der Meeresspiegel in der Vergangenheit erheblich niedriger war, sodass es sehr gut möglich ist, dass ein Gebiet, auf dem einst eine menschliche Siedlung über dem Boden gestanden hatte, jetzt unter dem Meeresspiegel liegt. Tatsächlich erzählen Fischer in der Nähe der Scilly-Inseln Geschichten über das Auffinden von Gebäudeteilen und anderen Strukturen aus ihren Fischernetzen. Diese Geschichten wurden nie durch handfeste Beweise untermauert und werden von einigen als reine Märchen angesehen.

Von den legendären Erzählungen von Tristan und Isolde über Arthurs letzte Schlacht mit Mordred bis zu den Geschichten einer Stadt, die vom Meer verschlungen wird, rufen die Erzählungen von Lyonesse eine Vielzahl von Gedanken und Emotionen derer auf, die mehr über diese legendäre Stadt wissen wollen und die gerne glauben, dass ihre legendären Erzählungen auf einer sehr realen verlorenen Stadt basieren.

Die Suche nach El Dorado - Lost City of Gold

Seit Hunderten von Jahren suchen Schatzsucher und Historiker gleichermaßen nach El Dorado, der verlorenen Stadt des Goldes. Die Idee einer Stadt voller Gold und anderen Reichtümern hat eine natürliche Anziehungskraft und zieht die Aufmerksamkeit von Individuen aus der ganzen Welt in der Hoffnung, den ultimativen Schatz und ein antikes Wunder zu entdecken, auf sich. Trotz zahlreicher Expeditionen durch ganz Lateinamerika bleibt die Stadt des Goldes eine Legende, ohne physische Beweise, die ihre Existenz belegen.

Die Ursprünge von El Dorado stammen aus legendären Erzählungen des Stammes der Muisca. Nach zwei Wanderungen - eine im Jahre 1270 v. Chr. und eine zwischen 800 und 500 v. Chr., besetzte der Stamm der Muisca die Gebiete Cundinamarca und Boyacá in Kolumbien. Der Legende nach übten die Muisca, wie in Juan Rodriguez Freyles ‘El Carnero’ beschrieben wurde, ein Ritual für jeden neu ernannten König aus, das Goldstaub und andere kostbare Schätze beinhaltete.

Wenn ein neuer Führer ernannt wurde, fanden viele Rituale statt, bevor er seine Rolle als König übernahm. Während eines dieser Rituale wurde der neue König an den Guatavita-See gebracht, wo er nackt ausgezogen und mit Goldstaub bedeckt wurde. Er wurde zusammen mit seinen Begleitern und Unmengen an Gold und Edelsteinen auf ein prunkvoll dekoriertes Floß gesetzt. Das Floß wurde in die Mitte des Sees ausgesandt, wo der König den Goldstaub von seinem Körper wusch und seine Gehilfen die Goldstücke und Edelsteine in den See warfen. Dieses Ritual war als Opfer für den Gott der Muisca gedacht. Für die Muisca war ‘El Dorado’ keine Stadt, sondern der König im Zentrum dieses Rituals, welcher auch ‘der Vergoldete’ genannt wurde. Während El Dorado sich auf den Vergoldeten beziehen soll, ist der Name nun zum Synonym für die verlorene Stadt aus Gold geworden und für jeden anderen Ort, an dem man schnell Reichtum erlangen kann.

1545 versuchten die Konquistadoren Lázaro Fonte und Hernán Perez de Quesada, den Guatavita-See trocken zu legen. Als sie das taten, fanden sie Gold an seinen Ufern und dies schürte ihren Verdacht, dass der See einen Schatz enthielt. Sie arbeiteten drei Monate lang mit Arbeitern, die eine Eimerkette bildeten, aber sie waren nicht in der Lage, den See ausreichend zu entleeren, um irgendwelche Schätze tief auf dem Grund des Sees zu erreichen. 1580 versuchte der Unternehmer Antonio de Sepúlveda erneut, den See trocken zu legen. Wieder einmal wurden verschiedene Goldstücke an den Ufern gefunden, aber der Schatz in den Tiefen des Sees blieb verborgen. Weitere Recherchen wurden am Guatavita-See durchgeführt. Schätzungen zufolge könnte der See bis zu 300 Millionen Dollar Gold enthalten. Alle Durchsuchungen kamen zum Stillstand, als die kolumbianische Regierung den See 1965 zum Schutzgebiet erklärte. Trotzdem geht die Suche nach El Dorado weiter, auch ohne den Guatavita-See durchsuchen zu können. Die Legenden des Stamms der Muisca, des Vergoldeten und ihr rituelles Opfer von Schätzen haben sich im Laufe der Zeit in die heutige Geschichte von El Dorado, der verlorenen Stadt des Goldes, verwandelt.

Die verlorenen Wüstenstädte Dubais: Die verborgene Geschichte

Dubai gibt ein ultramodernes Bild von schillernder Architektur und unermesslichem Reichtum von sich. Hinter den Wüsten verbergen sich vergessene Städte und eine verborgene Geschichte, aus der hervorgeht, wie die frühen Bewohner sich an den dramatischen Klimawandel der Vergangenheit anpassten und ihn überwanden.

Eine der berühmtesten verlorenen Städte Arabiens - verlockend deshalb, weil Historiker wussten, dass sie aus schriftlichen Aufzeichnungen existierte, aber sie einfach nicht finden konnten - ist die mittelalterliche Stadt Julfar. Die Heimat des legendären arabischen Seefahrers Ahmed ibn Majid, sowie angeblich des fiktiven Sindbad, des Seefahrers, war Julfar tausend Jahre lang erfolgreich, bevor es in den Ruin fiel und fast zwei Jahrhunderte lang aus dem menschlichen Gedächtnis verschwand. Im Gegensatz zu anderen Wüstenstädten war Julfar ein florierender Hafen, im Mittelalter sogar der Knotenpunkt des südlichen arabischen Golfs.

Julfar lag irgendwo an der Persischen Golfküste nördlich von Dubai, doch die eigentliche Stätte wurde erst in den 1960er Jahren von Archäologen gefunden. Die frühesten Siedlungsspuren, die auf dem Gelände gefunden wurden, stammen aus dem 6. Jahrhundert, als seine Bewohner bereits routinemäßig in Gebieten wie Indien und im Fernen Osten handelten.

Das 10. bis 14. Jahrhundert war ein goldenes Zeitalter für Julfar, den arabischen Fernhandel und die Seefahrt, wobei arabische Navigatoren routinemäßig um die halbe Welt reisten. Araber waren in europäische Gewässer gesegelt, lange bevor es den Europäern gelang, beispielsweise durch den Indischen Ozean und in den Persischen Golf zu navigieren. Als Hauptstützpunkt dieser Reisen und des Handels war Julfar über tausend Jahre lang die größte und wichtigste Stadt im südlichen Golf. Arabische Händler gingen regelmäßig auf die riesige achtzehnmonatige Seereise bis nach China und handelten fast alles, was man sich vorstellen konnte.

Ein solch wertvolles Handelszentrum erregte jedoch ständige Aufmerksamkeit von rivalisierenden Mächten. Die Portugiesen übernahmen im 16. Jahrhundert die Kontrolle. Zu dieser Zeit war Julfar eine bedeutende Stadt mit rund 70.000 Einwohnern. Ein Jahrhundert später wurde es von den Persern beschlagnahmt, doch um 1750 verloren sie es an den Stamm der Qawasim aus Sharjah, der sich im nahen Ras al-Khaimah niederließ, welches sie bis heute beherrschen, sodass das alte Julfar allmählich verfiel, bis seine Ruinen unter den Sanddünen der Küste vergessen wurden. Heute liegt der größte Teil von Julfar aller Wahrscheinlichkeit nach immer noch unter den sich ausbreitenden Dünen nördlich von Ras al-Khaimah verborgen.

Von: April Holloway